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Thema: Lipfischfang für Lachsfarmen

  1. #1
    Erfahrener Bastelkopp Avatar von Herbynor
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    Lipfischfang für Lachsfarmen

    Hallo Leptodora,
    die Lippfische werden in Norwegen erst seit ca 3 Jahren gefangen und von den Lachsfarmern gekauft.
    Die Lippfische werden den Lachsen mit in die großen Netze gegeben, weil die Lippfische den Lachsen die Lachsläuse abfressen. Durch die Massenhaltung der Lachse haben sich die Lachsläuse stark vermehrt. Ich habe schon große Dorsche gefangen, die auch von Lachsläusen befallen waren.
    Welche Art von Lippfische das sind, kann ich nicht sagen, nur die Reusen werden gerne in einer Tiefe von 5m gestellt.
    Als ich voriges Jahr im Juli in Norwegen war, hatten wir einen Kälteeinbruch und unser Vermieter sagte mir, dass jetzt die Reusen 2m tiefer gestellt werden müssen, meine Anmerkung, das dürfte doch kein Problem sein, dann machst du die Leinen 2m länger.
    Er sagt darauf, dass er 30% mehr tote Fische hat, wegen der Tiefe. Da bin ich hellhörig geworden.
    Die Reusen kommen aus China und stinken richtig gut nach Plastik. Das ist der Hintergrund, warum ich es hier schreibe, denn in einer P/N kann ich keine Bilder anhängen.
    Wenn die Reusen nicht mehr gebraucht werden, werden sie ordentlich auf ein Haufen geworfen, wo sie dann bis zum nächsten Einsatz liegen, wie Ihr aus den Bilder ersehen könnt.
    Gruß Herby
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  2. #2
    Bastelkopp
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    Zitat Zitat von Herbynor Beitrag anzeigen
    Hallo Leptodora,
    die Lippfische werden in Norwegen erst seit ca 3 Jahren gefangen und von den Lachsfarmern gekauft.
    Die Lippfische werden den Lachsen mit in die großen Netze gegeben, weil die Lippfische den Lachsen die Lachsläuse abfressen. Durch die Massenhaltung der Lachse haben sich die Lachsläuse stark vermehrt. Ich habe schon große Dorsche gefangen, die auch von Lachsläusen befallen waren.
    Welche Art von Lippfische das sind, kann ich nicht sagen, nur die Reusen werden gerne in einer Tiefe von 5m gestellt.
    Als ich voriges Jahr im Juli in Norwegen war, hatten wir einen Kälteeinbruch und unser Vermieter sagte mir, dass jetzt die Reusen 2m tiefer gestellt werden müssen, meine Anmerkung, das dürfte doch kein Problem sein, dann machst du die Leinen 2m länger.
    Er sagt darauf, dass er 30% mehr tote Fische hat, wegen der Tiefe. Da bin ich hellhörig geworden.
    Die Reusen kommen aus China und stinken richtig gut nach Plastik. Das ist der Hintergrund, warum ich es hier schreibe, denn in einer P/N kann ich keine Bilder anhängen.
    Wenn die Reusen nicht mehr gebraucht werden, werden sie ordentlich auf ein Haufen geworfen, wo sie dann bis zum nächsten Einsatz liegen, wie Ihr aus den Bilder ersehen könnt.
    Gruß Herby
    Hallo Herby,

    vielen Dank für die Informationen und für die aufschlussreichen Bilder. Nachvollziehen kann ich, dass die Lippfische bei einem Kälteeinbruch tiefere Abschnitte im Gewässer aufsuchen und das deshalb die Reusen 2 m tiefer ausgelegt werden müssen. Dass es 30 % mehr tote Fische wegen der Tiefe geben soll, erscheint mir unlogisch, wenn der Sauerstoffgehalt für die Lippfische in 7 m Tiefe optimal ist. Wenn der Sauerstoffgehalt in dieser Tiefe nicht optimal wäre, dann würde kein Fischer seine Reusen in dieser Tiefe in Position bringen. Für die toten Fische muss es also eine andere Ursache geben. Ich vermute, dass die Fischer ihre Reusen wegen des Geruchs von Anfang an gewässert haben (als reine Vorsichtsmaßnahme) und mit ungewässerten vielleicht noch nie gefischt haben. Dass Wässern von Reusen wird von Fischergeneration zu Fischergeneration weiter gegeben und durch einen dummen Zufall könnte sich zeigen, dass auch eine Reuse die unnatürlich riecht, Fische fangen kann. Mein Beispiel von gestern mit den Aalen sollte Dir das verdeutlichen.

    Die Diskussion über Sinn oder Unsinn von aromatisierten, gesalzenen, farbigen, übelriechenden, geruchlosen, unfömigen, bewegungsreichen und bewegegungsarmen Gummifischen sollten wir hier fortführen, falls überhaupt erwünscht.

    Gruß Thomas

  3. #3
    Erfahrener Bastelkopp
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    Hat jetzt zwar echt nix mit dem Thema zu tun, aber ich bedanke mich für den Abstecher
    Tolle Bilder und wieder mal was dazugelernt

    zum Thema: ich salze meine Köder nicht und fang an meinem See nicht schechter HECHT als die Kollegen mit Aroma. Einzig bei Barsch hab ich da Gefühl, das ein gewisser Köder besser geht als alle anderen und der schmeckt salzig (selbst bemerkt als ich keine Hand fre hatte und den schnell zwischen die Lippen nehm) leider gibt es den nicht ungesalzen , also fällt der Test leider aus. verfolge aber diesen Tread mit hohem Interesse.
    l.G.
    Mario

  4. #4
    Erfahrener Bastelkopp Avatar von Herbynor
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    Hi Leptodora,
    ich vermute, dass die höhere Todesrate durch den größeren Druckausgleich kommt, nicht durch den unterschiedlichen Sauerstoffgehalt.
    Als ich sie gefragt habe, warum sie die Reusen so dicht neben einander am Bootsanleger ausgelegt haben, kam die Antwort: es hat sich gezeigt, dass die Lippfische in die neuen Reusen, die so stark nach Plastik richen, nicht reinschwimmen und deshalb wässern wir sie.
    Thomas, das Lippfische-Fischen ist noch nicht so alt max 5 Jahre.Früher wurden die Lachsläuse mit Chemie bekämpft, nur sind die immun gegen das Gift geworden oder weil man den Zuchtlachs so in Verruf gebracht hat und die Lachsläuse haben rapide zugenommen.
    Man hat auch in der Region, in die ich immer hinfahre, alle Lachse aus den Zuchtfarmen geschlachtet und mit kleinen Lachse wieder neu angefangen, darum gab es auch keine Lachse um 3-4 kg in diesem Jahr zu kaufen.
    Das Lippfische-Fangen ist ein Riesengeschäft für die Fischer; alle wollen Lippfische fangen, sodass man am Ufer kaum noch angeln kann.
    Ich sage mal so, jeder der eine Lizens hat, haut da seine Reusen rein.
    Mein Vermieter hat in den letzten zwei Jahren diese Art Lippfische mit Reusen erst perfektioniert, gehältert werden sie in großen Plastikbehälte für Flüssigkeiten, da hat man 100derte Löcher reingebohrt und dann im Fjord an einer ruhigen Ecke mit Schwimmern deponiert, bis die Lachstransportschiffe sie abpumpen und in das große Becken, fast der ganze Laderaum vom Schiff (Spezialschiffe, extra für den Transport von Lachsen gebaut) gepumpt und gezählt werden. Das geht elektronisch mit hell und dunkel.
    Denn die Fischer werden nach Stückzahl und Größe bezahlt.
    Gruß Herby

    Hi Michael,
    ich hoffe, daß Du mir mit diesen Thridausrutscher verzeihst, danke.
    Herby

  5. #5
    Bastelkopp
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    Hallo Magut,

    Zitat Zitat von magut Beitrag anzeigen
    Hat jetzt zwar echt nix mit dem Thema zu tun, aber ich bedanke mich für den Abstecher
    Tolle Bilder und wieder mal was dazugelernt
    vielleicht findet ja der eine oder andere den Abstecher gar nicht so schlecht.

    Zitat Zitat von magut Beitrag anzeigen
    zum Thema: ich salze meine Köder nicht und fang an meinem See nicht schechter HECHT als die Kollegen mit Aroma.
    Hast Du Deine Kollegen mal mit der Frage konfrontiert, warum Sie mit Aroma nicht mehr Hecht fangen als Du ohne Aroma?

    Zitat Zitat von magut Beitrag anzeigen
    Einzig bei Barsch hab ich da Gefühl, das ein gewisser Köder besser geht als alle anderen und der schmeckt salzig (selbst bemerkt als ich keine Hand fre hatte und den schnell zwischen die Lippen nehm) leider gibt es den nicht ungesalzen , also fällt der Test leider aus.
    Mach doch den Köder unsalzigoder kopiere ihn!

    Kenne dieses Gefühl auch und hin und wieder, wenn die Barsche ganz ordentlich beißen, dann muss ich meine Fanggeilheit und meine Selbstsuggestion unterdrücken und tausche nach jedem Wurf den Gummifisch aus, um zu gucken, ob die Barsche auf diverse Farben mehr oder weniger reagieren. Da sind dann auch gesalzene, ungesalzene, aromatisierte und nicht aromatisierte Gummifische dabei. Ich kann nur immer wieder schreiben, wenn die Barsche in Fresslaune waren, dann spielte es nach meinen bisher gemachten Erfahrungen keine Rolle, welche Farbe, welchen Geschmack der Gummifisch hatte und es war auch egal, ob der Gummifisch gesalzen war oder nicht. Und an Tagen, wo die Fresslaune am Nullpunkt war, da half weder ein Köderfisch noch ein schnucklig zubereiteter Gummifisch mit Knoblauchgeschmack, der scharf gesalzen wurde. An schleppenden Tagen, wo man es mit viel Mühe auf 10 oder 15 Barsche in fünf oder sechs Stunden brachte, da spielte die Auswahl des Gummifisches in allen Varianten ebenfalls keine Rolle. Die von mir verwendete Größe der Köder schwankt je nach Jahreszeit zwischen 3,5 cm und 12cm. Möglicherweise ist es die Selbstsuggestion, die einem immer wieder zwingt den Köder zu verwenden, mit dem man einmal sehr erfolgreich war und wenn dieser Köder gesalzen war, dann bildet man sich halt ein, dass dieser Köder unschlagbar sei.

    Zitat Zitat von magut Beitrag anzeigen
    verfolge aber diesen Tread mit hohem Interesse.
    l.G.
    Mario
    Ich würde es ebenfalls hochinteressant finden, wenn andere hier über Ihre Erfahrungen berichten.

    Thomas

  6. #6
    Erfahrener Bastelkopp
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    nach einigen Telefonaten mit besagten Kollegen ein kleines Update.
    -sie verwendeten durch die Bank Aromastiks , also so ähnlich wie Lippenstifte zum auftragen.
    einer verwendet ihn nicht mehr und fängt auch noch gut --andere schwören noch immer drauf und fangen nicht besser als wir ohne :-)
    Beim Hechtfischen ist es also meiner Meinung eine reine "Glaubensfrage" wobei das Gewässer ein großer See im Oberösterreich ist, wo das Thema Überfischung nicht wirklich relevant ist.
    wie gesagt bezieht sich nur auf Hecht , da Zander fast nicht vorhanden sind.
    Meinen "barschwuzzi" will ich gar nicht kopieren, ist zu klein und filigran um eine Gipsform zu machen bzw. beim giessen würde der Gabelschwanz sicher nicht auslaufen. daher fällt der Vergleich für mich aus
    l.G.
    Mario

  7. #7
    Pilker-Guru Avatar von norwegian_sun
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    AW: Lipfischfang für Lachsfarmen

    Weis eigentlich jemand, daß lippfische "adlig" sind? Hab die teile als köder beim ersten norwegenurlaub am bootssteg "gestippt"...die haben son bläuliches blut, war sehr estaunt, als ich die zu fetzenködern verarbeitet habe....wie gesagt, war der erste urlaub, hatte damals 0,00 plan vom angeln in norwegen...

    gruß mirko
    Meine ex hat zwecks angeln immer gemault... hab sie deswegen gegen eine katze getauscht..

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