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Thema: Keramikgussform versiegeln

  1. #1
    Bastelkopp Avatar von Tulpe
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    Keramikgussform versiegeln

    Hi,

    ich habe meine missglückten "Artestone"-Gussformen mal nützlich "wiederverwertet".
    Versiegeln mit Ponal "klaute" so einiges an Details.
    Epoxi ließ sich mit Spiritus kaum verdünnen und selbst einigermaßen "dünnflussiges" Epoxi neigt zum abzuperlen
    und es dauert dann "ewig" bis 2..3 Schichten ausgehärtet sind.

    Ich habe dann meine Formen mit 1K-Polyurethan grundiert (Haftgrund):
    1. mit 50% Verdünnung (30 min Trockenzeit auf Heizkörper)
    2. mit 20% Verdünnung (120 min Trockenzeit auf Heizkörper)
    Beide Anstriche wurden beinahe vollständig vom Artestone aufgesaugt - es gab nur minimal glänzende Ränder.

    Versiegelt wurde dann mit 2 Anstrichen Epoxi mit ca. 25% MEK (MethylEthylKeton oder auch 2Butanon)
    Wer noch keine Schutzmaske hat - spätestens hier wäre sie recht angebracht.
    Erster Anstrich: auf der Heizung 2 Stunden anziehen lassen, dann den 2. drauf (überschüssiges Material jeweils aufnehmen),
    Aushärtezeit auf der Heizung (bei 50°C Vorlauf) ca. 3 Stunden.

    Somit bekommt man an einem Tag die komplette, sehr dünne(!) Epoxi Versiegelung realisiert.
    MfG

    Bernd

  2. #2
    Erfahrener Bastelkopp
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    moin tulpe also da muss ich sagen haste was total falsch gemacht. weil die expo versieglung mit drei schichten hab ich in max 2-3h gebraucht fürs auftragen. also wenn du nen ganzen tag brauchst denke ich mir hast du die ganze form mit ausgefüllt anstatt zu versiegeln .

    falls die frage kommt wie ich das gemacht hab ganz einfach bischen antrocknen lassen und dann direkt wieder versiegeln. das aushärten / trocken erfolgt da nach bis man alle schichte aufgetragen hat.

    gruss

  3. #3
    Bastelkopp Avatar von Tulpe
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Zanderneuling Beitrag anzeigen
    moin tulpe also da muss ich sagen haste was total falsch gemacht. ...
    Is ja nich die erste Form bei mir, nur Epoxi hatte ich noch nicht.
    Das Arbeiten mit 1K und 2K Harzen ist mir auch nicht fremd, da gibt es berufliche "Kontaktpunkte".

    Das verwendete Harz hat eine Tropfzeit von bis zu 90 min bei 20°C und erreicht seine Endfestigkeit nach 36 Stunden.
    Verarbeitung ist bis 50°C zulässig - dann ist das Harz in max. 4 Stunden ausgehärtet.
    Ich habe somit zwar nicht "nass in nass" gearbeitet, aber als das Harz noch im "Gelzustand" war und somit nicht mehr zusammenlaufen konnte.

    Polyurethanstriche werden u.a. als Einlassgrund für Betonböden (Werkstätten) vor Epoxi-Anstrischen
    oder auch für Holz als Haftvermittler im GfK-Bootsbau (Unterzüge) verwendet.

    Mit dem MEK kann man Epoxi sogar 1:1 und noch mehr verdünnen.
    Somit hat man ein sehr dünnflüssigen Anstrich mit guter Netzfähigkeit.

    Mir ging es im Grunde doch nur darum:
    das Perlen des Epoxi beseitigen und eine sehr dünne und vor allem gleichmäßige Versiegelung in der Form ...

    PS: Harz "trocknet" nicht - zumindest im herkömmlichen Sinne.
    MfG

    Bernd

  4. #4
    Erfahrener Bastelkopp
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    aso k , aber wie du es gemacht hast bernd isses viel zu umständlich. deswegen aber muss ja jeder für sich selbst wissen .

  5. #5
    Erfahrener Bastelkopp Avatar von Chrism102
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Tulpe Beitrag anzeigen
    Is ja nich die erste Form bei mir, nur Epoxi hatte ich noch nicht.
    Das Arbeiten mit 1K und 2K Harzen ist mir auch nicht fremd, da gibt es berufliche "Kontaktpunkte".

    Das verwendete Harz hat eine Tropfzeit von bis zu 90 min bei 20°C und erreicht seine Endfestigkeit nach 36 Stunden.
    Verarbeitung ist bis 50°C zulässig - dann ist das Harz in max. 4 Stunden ausgehärtet.
    Ich habe somit zwar nicht "nass in nass" gearbeitet, aber als das Harz noch im "Gelzustand" war und somit nicht mehr zusammenlaufen konnte.

    Polyurethanstriche werden u.a. als Einlassgrund für Betonböden (Werkstätten) vor Epoxi-Anstrischen
    oder auch für Holz als Haftvermittler im GfK-Bootsbau (Unterzüge) verwendet.

    Mit dem MEK kann man Epoxi sogar 1:1 und noch mehr verdünnen.
    Somit hat man ein sehr dünnflüssigen Anstrich mit guter Netzfähigkeit.

    Mir ging es im Grunde doch nur darum:
    das Perlen des Epoxi beseitigen und eine sehr dünne und vor allem gleichmäßige Versiegelung in der Form ...

    PS: Harz "trocknet" nicht - zumindest im herkömmlichen Sinne.
    Hallo Bernd,
    In der Theorie sind deine Aussagen sicherlich richtig, Praxisbezogen habe ich selber nicht so viel Erfahrung mit dem "richtigen" Epoxieren, aber ähnliches davon habe ich schon mal in einem Forum für Bootsbauer darüber gelesen. Auch das Verdünnen von Epoxi mit verschiedenen Lösungsmittels, soll für die Grundierung, in der Praxis als billige Version verwendbar sein...
    Was das "Perlen" von Epoxi beim Anstrich angeht; kann es sein dass die Oberfläche der Form eventuell nicht richtig fettfrei war, oder meinst du damit was anderes...?
    Ich benutze eine dünne Epoxi-Harzversion von HP-Textiles, die ca. 20 min offen bleibt und sehr dünn zum Auftragen ist. Wenn die Oberfläche der Form sauber ist, gelingt es mir mit einer einzigen Schicht eine gute, relativ dünne Beschichtung. Das Zeug rennt allerdings wie verrückt davon und ich muss die Form lange Zeit in der Hand hin und her umdrehen.
    Mek verkürzt die Topzeit bestimmt um einiges mehr, darum werde ich deine Idee auch mal selber ausprobieren.

    Gruß
    Chris

  6. #6
    Bastelkopp Avatar von Tulpe
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Chrism102 Beitrag anzeigen
    ... kann es sein dass die Oberfläche der Form eventuell nicht richtig fettfrei war,...
    Die "Vorlagen" wasche ich vor dem Abguss in Spüli und entfette sie dann mit Bremsenreiniger.
    Nach dem herausnehmen, nachbearbeiten (Dremel) und trocknen wird die Form beschichtet ohne mit etwas anderem in Berührung zu kommen.
    Sollte also fettfrei sein.

    Vielleicht sollte ich noch dazu sagen:
    meine "Beschichtungsversuche" habe ich zum großen Teil auf ca. 5mm dicken, extra gegossenen Artestone-Täfelchen gemacht ...
    MfG

    Bernd

  7. #7
    Erfahrener Bastelkopp Avatar von Chrism102
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Tulpe Beitrag anzeigen
    Die "Vorlagen" wasche ich vor dem Abguss in Spüli und entfette sie dann mit Bremsenreiniger.
    Nach dem herausnehmen, nachbearbeiten (Dremel) und trocknen wird die Form beschichtet ohne mit etwas anderem in Berührung zu kommen.
    Sollte also fettfrei sein.

    Vielleicht sollte ich noch dazu sagen:
    meine "Beschichtungsversuche" habe ich zum großen Teil auf ca. 5mm dicken, extra gegossenen Artestone-Täfelchen gemacht ...
    Hi Bernd,

    Das wirds sicher ausreichend fettfrei sein. Es war nur eine Vermutung, habe nicht richtig verstanden was du mit "perlen" meinst. Dachte es mir, es könnte was damit zu tun haben. Ich wische bei meinen "Prozeduren", die Kavitäten der Formen vorher ganz schlicht mit Aceton und dann bekommen sie eine Schicht Epoxi verpasst. Das funktioniert meistens gut.
    Es soll jedoch erwähnt werden, dass eine einzige Schicht Epoxi nicht wirklich so spiegeblank sein wird, wie das Ergebnis einer wiederholten Behandlung (m.E.n.)

    Lg.
    Chris

  8. #8
    Bastelkopp Avatar von Tulpe
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Das ist ja der Hintergrund vom Polyurethan-Anstrich:
    Haftvermittler und Untergrundversiegelung. Es wird richtig "eingesaugt".
    Epoxy kann dann schön (ver)dünn(t) gestrichen werden: wegen der Detailtreue.
    MfG

    Bernd

  9. #9
    Erfahrener Bastelkopp Avatar von Chrism102
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Tulpe Beitrag anzeigen
    Das ist ja der Hintergrund vom Polyurethan-Anstrich:
    Haftvermittler und Untergrundversiegelung. Es wird richtig "eingesaugt".
    Epoxy kann dann schön (ver)dünn(t) gestrichen werden: wegen der Detailtreue.
    Das klingt natürlich sehr vernünftig, Grundierung in der inneren Struktur des Materials und dann eine dünne Schicht Harz die gleichmäßig liegen bleibt...
    Da ist mit Sicherheit was wahres dran. Die Methode ist besonders zeitintensiv, aber das Ergebnis wird es dir wahrscheinlich recht geben.
    Danke für deinen Beitrag, man lernt eh nicht aus...

    Lg.
    Chris

  10. #10
    Bastelkopp Avatar von Tulpe
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    AW: Keramikgussform versiegeln

    Zitat Zitat von Chrism102 Beitrag anzeigen
    ... Die Methode ist besonders zeitintensiv, ...
    Die Form ist ja trotzdem an einem Tag versiegelt.
    Auf der Heizung lege ich sie umgedreht (Öffnungen unten) auf Folie und 2 Stäbchen an den Rändern ab,
    so kann überschüssiges Harz noch abtropfen.
    MfG

    Bernd

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